Schuppen

Schuppen

Generell unterscheidet man zwischen trockenen und öligen Schuppen. Auslösend sind meist zwei völlig unterschiedliche Erkrankungen:

 

Ölige Schuppen

Ölige Schuppentreten meistens bei einer Seborrhoischen Dermatitis auf. Diese kann ebenfalls Symptome im Gesichtsbereich verursachen. Durch eine vermehrte Bildung eines Hefepilzes auf der Kopfhaut, einer verstärkten Bildung von Talg und einer sog. Hyperkeratose (übermäßige Verhornung der Haut) kommt es zu Entzündungen der Kopfhaut. Rötungen, Juckreiz und vor allem große, ölige, den Haaren anhaftende Schuppen sind die Folge. Oft kann sich daraus eine chronische, also dauerhafte Erkrankung entwickeln, wobei Stress, Kälte und Alkoholkonsum zu einem starken Rückfall führen können.

Vor allem der unangenehme Geruch, der sich durch die vermehrte Talg- und Hefepilzbildung entwickelt, ist für viele Betroffenen ein großes Problem, auch im sozialen Umgang. Wichtig ist hier die Linderung der Symptome und Vorbeugung vor erneuten Schüben. Verwendete Produkte sollten dabei sowohl den Hefepilz, also auch die vermehrte Talgproduktion eindämmen und zusätzlich die Verhornung der Haut reduzieren und bereits gebildete Hautschuppen sanft lösen.

Trockene Schuppen

Trockene Schuppen wiederum können durch eine sog. Kopfhautpsoriasis bedingt sein. Psoriasis, auch Schuppenflechte genannt, kann den ganzen Körper betreffen. Durch eine beschleunigte Zellteilung entsteht eine verdickte Hautschicht, deren Zellen eigentlich noch nicht ausgereift sind. Der Überschuss an Zellen verursacht sog. Plaques, großflächige Veränderungen auf der Haut, darunter liegen meist Entzündungen. Die veränderten Hautareale treten symmetrisch auf und gehen mit einem Juckreiz einher. Ellbogen, Knie, Handflächen, Fußsohlen, Nagel- und Lendenbereich sowie die Kopfhaut sind meistens betroffen, wobei nicht alle Stellen gleichzeitig Veränderungen aufweisen müssen.

Auch hier entsteht neben dem physischen Unwohlsein ein psychisches, da die Krankheit oft an exponierten Stellen auftritt und sich nicht unter Kleidung verstecken lässt. Neben der medikamentösen Behandlung ist eine entzündungshemmende und juckreizlindernde Pflege sinnvoll, welche gleichzeitig die Hautschuppen löst und ihre Ausbreitung hemmt.

Trockene Schuppen können auch ohne eine zu Grunde liegende Hautkrankheit, einfach aufgrund von generell trockener oder empfindlicher Haut auftreten. Auch hier ist eine beruhigende, Schuppenlösende Pflege sinnvoll, welche das erneute Entstehen von Schuppen verhindert.

HauttypenRatgeber

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