Empfindliche Haut

Empfindliche Haut

Die Zahl der Personen mit empfindlicher Haut steigt stetig. Dabei kann die Haut aufgrund äußerer Reize empfindlich reagieren, aber auch Veranlagung oder bestimmte Erkrankungen können bewirken, dass die Haut zum Teil schon auf geringe Einflüsse sensibel reagiert. Betroffene erleben dadurch oft einen großen Leidensdruck und auch eine Beeinträchtigung der Lebensqualität.

Überempfindliche, allergische Haut

Überempfindliche, allergische Haut kann auch Rötungen aufweisen, diese entstehen aufgrund der Reizung der Haut. Personen mit überempfindlicher Haut reagieren meist besonders sensibel auf eigentlich normale interne oder externe Reize. Schon alltägliche Umwelteinflüsse wie Wind, Sonne oder Kälte aber auch Allergene wie z.B. bestimmte Duft- und Konservierungsstoffe oder austrocknende Alkohole können zu einer starken Reizung der Haut führen. Dies kann auch durch dermatologische oder kosmetische Behandlungen hervorgerufen werden.

Die Symptome sind vielfältig, reichen von juckender, kribbelnder Haut über Hitze- und Spannungsgefühle bis hin zu Rötungen. Betroffene Personen haben meist schon viele verschiedene Produkte ausprobiert, reagieren aber oft auf verschiedene Inhaltsstoffe, welche die Haut dann noch mehr reizen. Spezielle Hautzustände gehören hier ebenso dazu:

 

Akutes Lidekzem und/ oder Augenentzündung

Das Lidekzem geht meistens mit einer Augenentzündung einher. Vor allem Allergene in Kosmetik- oder Körperpflegeprodukten sind meist Auslöser für ein Lidekzem, diese können auch in Produkten enthalten sein, welche nicht direkt am Auge verwendet werden (z. B. Haarshampoos oder Lippenprodukte). Wichtig ist es auch, eine andere Erkrankung (z.B. Psoriasis, Seborrhoisches Ekzem, Rosacea) als Ursache des Lidekzems auszuschließen, da die Behandlung sonst ggf. anders aussehen kann. Die Erkrankung verläuft chronisch (ist dauerhaft vorhanden) oder kehrt oft wieder. Betroffene leiden unter Juckreiz, die Haut im Lidbereich ist gerötet und kann sich schuppen. Oft sind auch die Lider verdickt, was zu einer Einschränkung der Lidfunktion führen kann. Ggf. kann auch ein Nässen oder eine Krustenbildung der Haut auftreten.

Seborrhoisches Ekzem

Das Seborrhoische Ekzem oder die Dermatitis seborrhoica tritt vor allem bei Menschen auf, die dafür eine genetische Veranlagung haben. Des Weiteren spielt eine vermehrte Besiedelung der (Kopf-)Haut mit Hefepilzen (Malassezia) eine Rolle. Auch kann eine veränderte Zusammensetzung des Talgs ein begünstigender Faktor sein. Das Seborrhoische Ekzem tritt gehäuft in den Wintermonaten auf und kann über den Sommer kurzfristig abheilen, ein chronischer, wiederkehrender Verlauf ist aber häufig. Meist sind bestimmt Hautregionen betroffen, am Rumpf (vor allem Schuler- und Brustbereich, sowie entlang der Wirbelsäule) aber auch im Gesicht und auf der Kopfhaut. Bei Männern können sich die Symptome auch vermehrt im Bartbereich zeigen. Dabei bilden sich ölig schuppende weißlich-gelbe Flecken und Plaques, mit darunter liegender entzündeter Haut. Juckreiz kann ebenfalls zum Teil auftreten.

Periorale Dermatitis/"Stewardessen-Krankheit"

Die periorale Dermatitis entsteht vor allem bei Personen mit einer genetischen Veranlagung. Auslösende Faktoren können Allergene, in heutigen Zeiten aber vor allem eine Überpflegung der Haut oder häufiger Wechsel von Kosmetikprodukten sein. Vorrangig Frauen leiden vermehrt darunter. Vor allem die Haut um den Mund ist betroffen, es kann aber auch zu einer Ausbreitung über das gesamte Gesicht und den Hals erfolgen. Es entstehen juckende, zum Teil brennende Papeln, Knötchen und Rötungen. Auch eine Schuppenbildung auf den veränderten Hautstellen ist möglich. Zum Teil kann es zu einer Verwechslung mit Spätakne kommen, da die Behandlung aber stark unterschiedlich ist, sollte eine genaue Diagnose durch einen Arzt erfolgen.

HauttypenRatgeber

Von Atopische Haut bis Ölige Akne: Lernen Sie die verschiedenen Hauttypen und ihre spezifischen Hautzustände kennen.